Familienpolitik




Familienpolitik in Schweden

Die schwedische Familienpolitik war nie darauf ausgerichtet, die Geburtenrate zu steigern. Stattdessen geht es darum, dass Frauen durch Geburt und Kindererziehung nicht vom Erwerbsleben abgeschnitten werden und darum die Chancengleichheit derGeschlechter zu fördern.

Deshalb gibt es in der sw. Familienpolitik 3 wesentliche Aspekte:

A.Eine individuelle Besteuerung (es gibt kein Familiensplitting) begünstigt nicht, dass ein Partner(typischer Weise der Mann) arbeitet und der andere Partner (typischer Weise die Frau) die Kinder erzieht. Ca. 80% der schwedischen Frauen sind berufstätig.


B.Es wird ein gut ausgebautes System öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Die Einrichtungen sind ganztägig geöffnet und den Arbeitszeiten der Eltern angepasst. In größeren Städten gibt es auch Kindernachtstätten.
Die Kinderbetreuung ist staatlich subventioniert. Es fallen allerdings auch Gebühren für die Eltern an. Diese sind unterschiedlich in den einzelnen Kommunen und betragen 1 - 3% des Familieneinkommens bis zu einem Höchstbetrag, welcher abhängig ist von:
Kinderanzahl in der Familie, Art und Dauer( Std./Tag)der Unterbringung und Einkommen.Eine warme Mahlzeit ist inklusive.
Das Recht auf Unterbringung besteht für Kinder von 1 - 12 Jahren, deren Eltern berufstätig sind oder studieren.

C.Staatliche Geldleistungen an die Eltern
Die Elternversicherung löste den Mutterschaftsurlaub ab. Die Elternurlaubsregelung betont mehr die Rolle der Eltern und gilt für 18 Monate wovon 2 Monate den Vätern vorbehalten sind. Gezahlt wird 80% des Bruttoverdienstes vor Geburt des Kindes bei einer Verdienstobergrenze von ca. 2.500 Euro pro Monat.Viele Arbeitgeber übernehmen die fehlenden 20%.
Die Frauen werden dadurch ermutigt, sich beruflich zu entwickeln, bevor ein Kind kommt. Die Anzahl der Gebärenden über 30 Jahre steigt.
Da in Schweden auch heute noch die Männer z.T. mehr verdienen als die Frauen, wird hier ein Anreiz gesetzt, dass sich auch die Väter mehr in die Kindereziehung einbringen.
Mehr als 36% der Väter in Schweden nehmen diese Regelung in Anspruch (in DT. ca 5%).
der Elternurlaub für Väter wird noch ergänzt durch einen Vaterschaftsurlaub von 10 Arbeitstagen nach der Geburt, der von fast 80% in Anspruch genommen wird (kann auch gestaffelt genommen werden bis zum 18.Lebensmonat des Kindes)
Diese Regelungen gelten auch für nichtverheiratete Eltern. Die Zeiten werden auf die Rente angerechnet.

Bei Krankheit des Kindes wird eine bezahlte Freistellung zur Pflege in Höhe von 80% des Bruttoverdienstes für 60 Tage im Jahr gewährt. Eine Verlängerung von 60 Tagen kann bei der Sozialkasse beantragt werden.

Kindergeld wird wie folgt gezahlt:
1. Kind ca.99 Euro
2. Kind ca.99 Euro
3. Kind ca. 126 Euro
4. Kind ca. 179 Euro
5. Kind+ ca. 198 Euro


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