Fahrplan zur Auswanderung


I. Erste Gedanken zur Auswanderung
 
Warum willst du auswandern? Ist es Abenteuerlust? Dann solltest du Vermögen haben!

Siehst du keine Möglichkeit mehr, dich im eigenen Land weiter zu entwickeln oder bist du arbeitslos aber arbeitswillig und bekommst keine Arbeit?

Bedenke, auch in einem anderen Land wird dir nichts geschenkt!

Bedenke, was du alles hinter dir lässt (Eltern, Geschwister, Freunde)

II. Vorauswahl

Wo könntest du dir vorstellen zu leben`? Erstelle eine Liste der Länder.

III. Informationssammlung

Sammle Informationen über die Länder deiner Vorauswahl:
  • Klima
  • Staat, Politik, Steuern
  • Einwanderungsbestimmungen ( in manchen Ländern braucht man ein Mindestvermögen)
  • Sozial-, Familienpolitik. Gesundheitswesen
  • Arbeitsmarkt: Chancen, Verdienstmöglichkeiten, Mindestlöhne
  • Bildungswesen, Schulsystem
  • Bürokratie, Behörden
  • Sprache
  • Wohnung
  • Lebenshaltungskosten

Versuche die Informationen von im Land lebenden Deutschen zu bekommen oder nutze wenn möglich Originalquellen. Die Infos der deutschen Vertretungen sind nicht objektiv! Kein Land unterstützt aktiv die Auswanderung seiner Bürger! Wenn möglich überprüfe deine Infos vor Ort (Urlaub, Kurztrip usw.)
Nun kommt der entscheidende Schritt:


IV. Die Entscheidung

Welches Land soll deine neue Heimat werden? Nach den gesammelten Informationen und einer gründlichen Auswertung solltest du dich für ein Land bzw. einige wenige entscheiden können. Bei uns waren es Norwegen und Schweden und wir haben uns dann für Schweden entschieden, wegen der niedrigeren Lebenshaltungskosten. Man könnte die Entscheidung bei Norwegen, Schweden und Dänemark noch offen lassen und davon abhängig machen, wo man am schnellsten Arbeit bekommt.


V. Sprache lernen

Man sollte die Sprache des Landes beherrschen, in dem man leben will!

Viele meinen, es reicht für Schweden, wenn man englisch kann. Das ist nur zum Teil richtig. Natürlich sprechen die meisten Schweden perfekt englisch. Sie werden auch sofort zu Englisch übergehen, wenn sie merken, dass man englisch spricht, denn das ist einfacher als sich mit unserem manchmal recht stümperhaften Schwedisch abzuquählen. Sprichst du einen Schweden englisch an, wird er nie wieder schwedisch mit dir sprechen.

Auf der anderen Seite freuen sie sich, wenn sie bemerken, dass man sich bemüht, die schwedische Sprache zu erlernen. Dann helfen sie gern und verbessern Fehler sofort und ohne Scheu.

Viele Arbeitgeber erwarten gute Schwedischkenntnisse und es gibt Berufe (z.B. medizinisches Personal),
da muss man einfach gut schwedisch sprechen können.
Auch bei den Behörden ist es günstig, wenn man die Landessprache versteht. Im Internet sind alle schwedischen Behörden präsent. Man kann sich die benötigten Formulare als PDF-Datei herunterladen, zum Teil auch am Computer ausfüllen und abschicken. Viele Formulare liegen in schwedisch und englisch vor, einige aber auch nur in schwedisch. Die HP der Behörden sind (wen wundert es?) in schwedischer Sprache.

Übrigens steht jedem Einwanderer in Schweden ein kostenloser Sprachlehrgang zu. Der Lehrgang dauert
3 Monate (tgl. 4 Stunden)



VI. Weitere Gedanken zur Auswanderung

Nun wird es langsam Zeit, sich konkret mit dem Thema Auswandern zu beschäfftigen. Bist du Single, brauchst du dir hier keine Gedanken machen, hast du aber Familie, Kinder sollte man schon anfangen zu planen.

Übrigens nicht vergessen die Kids zu informieren und einzubeziehen!

In dem Fall ist es günstig, wenn erst einmal ein Partner nach Schweden geht und vor Ort alles vorbereitet. Das bedeutet Trennung auf Zeit.
Man kann vieles von Deutschland aus erledigen, aber eben nicht alles. Beim Thema Wohnungssuche komme ich noch einmal darauf zurück. Besonders wenn Kinder betroffen sind, sollte man den zwar langsameren aber gründlicheren Weg gehen.


VII. Arbeitssuche

Mit der Arbeitssuche beginne in Deutschland. Dazu stehen dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Gehe hierzu zum Pkt.

Arbeitssuche in Schweden



VIII. Bewerbung


Du hast passende Stellenangebote erhalten und willst dich nun perfekt bewerben. Auch das geht von Deutschland aus und spart Zeit. Auch dazu gibt es extra einen Pkt.


 

IX. Das Vorstellungsgespräch

 


Hierzu habe ich bereits unter Bewerbung einiges geschrieben. Hast du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, wende dich an deine zuständige Agentur für Arbeit und stelle Antrag auf Erstattung der Kosten. Das muss auf jeden Fall vor Antritt der Reise geschehen, sonst werden die Kosten nicht übernommen.

Im Gespräch kannst du auch die Frage nach einer Unterkunft stellen und deine Absicht erklären, nicht nur in Schweden arbeiten zu wollen, sondern dass du in Schweden leben willst.

Hier wird noch gebaut!



                                                                           

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